Zukunftsforum Medien
In den Zukunftsforen bieten wir ab sofort die Möglichkeit einer moderierten Spezialdiskussion. Hier werden ausschließlich Beiträge, die auf konsensfähige, zukunftsträchtige Konzepte und Lösungen abzielen, diskutiert.
Kanal X, die »Sammler GmbH«
von franz Molnar (registriertes Mitglied)
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26.09.09, 23:04 Uhr
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Von der Überlegung ausgehend, dass die öffentlich-rechtlichen Sender im Schatten der Landesfürsten und die Privaten im Bann der Werbewirtschaft stehen (Gleiches gilt für die Verlage!) ist mir ein Gedanke gekommen:
Was wäre, wenn alle Medien einen kleinen Beitrag für einen wirklich unabhängigen Sender (oder Zeitung) entrichten würden?
Eine Art »Bad Bank« im Medienbereich, ein Kanal, der unabhängig brisante Themen aufgreifen kann, weil man keinen einzelnen Medien-Unternehmer haftbar machen beziehungsweise mit »Liebesentzug« bestrafen kann!
Durch diese GmbH würden die Medien mehr Unabhängigkeit bekommen und auch wieder Raum für hochwertigen Journalismus jenseits der Quote!
Schlagwörter: Sammelsender
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von - - (registriertes Mitglied)
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08.09.09, 09:57 Uhr
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»Hier hat sich einfach staatlich gestütztes Schmarotzertum breit gemacht.«
Habe vor kurzem festgestellt, dass ein ehemaliger IHK-Vorsitzender auch bei der GEZ tätig ist. Es sind dieselben Parasiten der Gesellschaft, die sinnlos unser Geld kassieren. Und man kann nichts gegen die unternehmen. Wenn man nicht zahlt, kommt der Gerichtsvollzieher.
Ich fühle mich oft müde
von Gunnar Borchers (registriertes Mitglied)
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03.06.09, 21:51 Uhr
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Guten Abend.
Ich habe einen Gedanken zur momentanen Medienlandschaft, in der wir leben. Ich fühle mich müde und überfordert hinsichtlich der schier unüberschaubaren Masse von Medien, sei es offline oder online. Ich finde es schwer, die für mich relevanten und interessanten Meldungen herauszufischen.
Ich bin schon etwas müde. Überall kann man oder muss man mitmachen, wenn man auf der Höhe der Zeit sein will. Hoffe, dass Sie mich verstehen.
Und Diskutieren wir uns eigentlich zu Tode?
Das war ein kurzer Gedanke von mir.
Bis bald.
Schlagwörter: Computer, Internet, Medien, Überforderung
Privatsender/ Öffentlich-Rechtliche
von Franz Sparsam (Gast)
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20.05.09, 21:37 Uhr
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@Christoph Engel:
Ich stimme Ihren Ausführungen im Wesentlichen zu, aber bei dem Satz »Mal ehrlich: Ist das Programm der Privatsender im Moment überwiegend gut oder eher schlecht?« möchte ich doch einiges anmerken. Sind denn die Öffentlich-Rechtlichen derzeit eher gut oder schlecht? Welche Berechtigung haben diese noch, wo doch die mediale Welt sich immer mehr ins Internet verlagert? Wussten Sie, dass die Öffentlich-Rechtlichen wesentlich teurer produzieren? Das liegt nicht an der Qualität der Sendungen, sondern daran, dass wesentlich mehr Leute für denselben Output beschäftigt werden. Wussten Sie, dass die Altersversorgung der Öffentlich-Rechtlichen sogar die Beamtenpensionen um Längen schlägt? Hier hat sich einfach staatlich gestütztes Schmarotzertum breit gemacht. Wer noch Fernsehen oder Radio will, kommt meist mit den Privaten auch klar. Was drüber hinaus geht, ist nur vererbter sündteurer Unfug.
Schlagwörter: öffentlich-rechtlich braucht keiner
Werbung schafft Arbeitsplätze
von Christoph Engel (registriertes Mitglied)
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18.05.09, 14:19 Uhr
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@Laura Heigwer (und andere Freunde der Werbung):
In der Tat, Werbung finanziert Arbeitsplätze, ABER sind Sie sich auch darüber im Klaren, dass es nicht nur die direkten Arbeitsplätze sind? Die indirekten Arbeitsplätze sind:
– die Schuldenberater für Jugendliche, die dank Handy und Klingeltönen gigantische Schulden haben,
– die Ernährungsberater und Schönheitschirurgen, die die Folgen falscher Ernährung (dank zu viel Fast-Food-Konsums) korrigieren dürfen,
– die Mediziner, Abschleppunternehmen, Polizisten usw., die benötigt werden, um die jugendlichen Unfallopfer durch Saufen und Rasen – denn dank Werbung ist ja nur schnell/ sportlich fahren toll (sehen Sie sich die Automagazine der Privatsender mal an!) – von der Straße kratzen dürfen,
– die Mediziner, die die komasaufenden Jugendlichen behandeln dürfen (ein dreifaches Hoch an die Erfinder der Alcopops?),
– …
Es ist SEHR viel einfacher, etwas zu zerstören, als etwas aufzubauen, und Werbung zerstört sehr viel mehr, als sie uns an Lebensqualität bringt. Letzten Endes ist wieder einmal der gute alte Paracelsus gültig: Werbung ist nur deshalb schädlich, weil wir ständig damit bombardiert werden und es einfach zu viel ist! Die Menge macht's!
Schlagwörter: Werbung führt irre, Werbung lügt
Werbung ist nicht ehrlich
von Christoph Engel (registriertes Mitglied)
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18.05.09, 14:08 Uhr
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Mal ehrlich: Ist das Programm der Privatsender im Moment überwiegend gut oder eher schlecht?
Meiner Meinung nach ist es mehrheitlich schlecht, wenn man wirklich alle Programme betrachtet und einen Querschnitt bildet. Sie dürfen dabei nicht vergessen, dass Fernsehen (und auch Werbung im Allgemeinen) unsere Kultur beeinflusst. Das ist nicht unbedingt gut, denn die Schattenseiten von »Geiz ist geil« sollten jedem so langsam klar sein. Jede Werbung hat nur den einen Sinn und Zweck, Produkte zu verkaufen. Deshalb wird »gelogen« und Halbwahrheiten erzählt, dass sich die Balken biegen. Bestes Beispiel: Ein »Milchriegel«, der »leicht schmeckt« (und nicht leicht ist, weil er viele Kalorien dank Unmengen Zucker hat). Da werden Dinge suggeriert, die einfach falsch sind oder den Verbraucher absichtlich täuschen sollen. Das ist nicht in Ordnung.
»Wer nicht will, der muss nicht«, ist eine beliebte und bequeme Ausrede, doch mit genügend »Indoktrination« (ausreichende Menge an Werbespots/ geschickter Werbestrategie) werden schwache Menschen zu Dingen überredet, die nicht gut für sie sind. Warum haben wir denn so viele verschuldete Kinder? Weil ihnen die Werbung eingeredet hat: »Du MUSST ein Handy der neuesten Generation haben, und es kostet auch fast gar nix.« Und danach kommen dann Klingeltonabos usw. Frühere Generationen sind auch ohne diesen Müll groß geworden!
Bevor jetzt wieder die alte Leier vom »Fortschritt« kommt: Nicht jede neue Erfindung ist ein Segen für die Menschheit, man kann aber fast jeden Dreck verkaufen, wenn die Werbung dafür stimmt. Auch das Internet hat nicht nur positive Seiten, denn immer mehr Menschen »leben digital« und viel zu viele »Kids« sind schon viel zu früh davon abhängig. Anstatt mit ihren Freunden im »real life« zu spielen wird halt online gezockt, und dabei lernen sie bestimmte Dinge nicht. Wen wundern da noch Schulmassaker diverser verhaltensgestörter SCHWACHER Kinder, die eben nicht den Willen haben, den Aus-Schalter zu betätigen?
Schlagwörter: digital leben, Werbung ist eigennützig, Werbung lügt
Hinweis
von Christoph Engel (registriertes Mitglied)
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18.05.09, 13:54 Uhr
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Nur ein kleiner Hinweis: Im Internet gilt ALLES GROSS SCHREIBEN als schreien – das war es, was gemeint war, und nicht der Wohnort.
Schlagwörter: schreien
Lesen lernen vor dem Computerspiel?
von Christoph Engel (registriertes Mitglied)
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12.05.09, 16:14 Uhr
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Kinder brauchen KEINE Zeitung, denn sie werden nicht ohne Grund als »unmündig« bezeichnet. Das heißt, sie müssen sich noch weiter entwickeln. Eine Zeitung ist auch immer ein Meinungsorgan und damit beeinflussend. Das darf bei Kindern nicht sein, oder wir erhalten eine homogene Masse von gleich denkenden Trotteln statt einer großen Menge unterschiedlicher Meinungen.
Schlagwörter: Kinder, Meinungsbildung
Weisheit?
von Christoph Engel (registriertes Mitglied)
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12.05.09, 16:10 Uhr
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Ein Online-Bürgerentscheid wird nicht funktionieren, da:
a) nicht jeder Bürger über einen Internetanschluss verfügt und
b) wie jedes elektronische System diese Dinge nicht fälschungssicher sein werden.
Zu den Egoshootern kann ich nur sagen, dass sie sicherlich nicht verboten werden sollten, ABER der Trend der »Kids«, die täglich stundenlang vor dem Fernseher oder dem Computer hocken, muss gestoppt werden. Die Zeit als Kind MUSS für die Entwicklung sozialer Fähigkeiten genutzt werden, denn es gilt wie üblich:
»Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.«
Deshalb: Egoshooter ja, aber Computernutzung erst ab 18 (?) erlauben und Kinderfernsehen auf 1 Stunde pro Tag für jeden Sender beschränken. Erst krabbeln, dann laufen, danach Fahrrad fahren und dann Auto fahren lernen, und nicht gleich ins Cockpit eines Kampfjets, sobald die Hand groß genug ist für einen Joystick. Ich habe in meiner Zeit bei WoW genügend Beispiele für Kiddies gehabt, die stattdessen mit »echten Freunden« spielen sollten. Das sind dann letztendlich diejenigen, die später vereinsamen.
Das Problem mit unseren Politikern ist zum Teil auch die Tatsache, dass KEINER eine »Vision für die Zukunft« hat, die über die jetzige Legislaturperiode hinausgeht. Das ist eines der systematischen Probleme unserer Demokratie.
Das alteingefahrene Denken unserer Großeltern nennt man Weisheit. Diese bekommt man nur durch Lebenserfahrung, und folglich hat KEIN Jugendlicher diese. Nur weil etwas »neu« ist, wird es dadurch nicht automatisch gleich besser. »Wir« als Menschen haben uns in den letzten 200+ Jahren kaum zum Besseren entwickelt, nur wird unsere Technologie immer gefährlicher (Gentechnik, globale Wirtschaftsvernetzung …). Das macht eine Weiterentwicklung zum besseren Menschen absolut notwendig für unser Überleben, ein Jugendlicher hat dafür aber niemals die Weisheit, den richtigen Weg zu sehen.
Schlagwörter: Demokratie, Globalisierung, Weisheit
4-Jahres-Diktatur/ Online-Bürgerentscheid
von Daniel Wolf (Gast)
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11.07.08, 16:12 Uhr
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Ich finde, dass die deutsche Politik den Namen »Demokratie« NICHT wirklich verdient hat, da nicht das Volk über bedeutende politische Fragen entscheidet, sondern ein paar Leute, die EIN TEIL des Volkes mal gewählt hat.
NIEMAND kann im Voraus wissen, was die nächsten 4 Jahre in deren Köpfen vorgeht (vor allem, wenn es um Macht und Mehrheiten geht – oh ja, Menschen sind krank).
Wenn ich dann noch bedenke, dass ein Großteil der amtierenden Politiker zwischen 40 und 70 Jahre alt ist, frage ich mich ernsthaft, warum man sich als junger Bundesbürger dem alteingefahrenen Denken der Generation seiner Großeltern beugen muss.
Wir (die jüngeren Generationen) müssen noch viel länger in diesem Land leben.
Wie können z. B. Politiker, die ohne Computer aufgewachsen sind, darüber entscheiden, ob es einen Sinn macht, so genannte »Egoshooter« zu verbieten? Haben diese Generationen früher nicht auch Räuber & Gendarm/ Cowboy & Indianer gespielt und dementsprechende Bücher gelesen?
Ich finde es nicht verwunderlich, dass »die Jugend« immer mehr Politik-Verdrossenheit an den Tag legt, alle 4 Jahre wählt man, aber entscheiden, welcher Kurs nun gefahren wird, dass tun andere. Sollte es heutzutage nicht technisch möglich sein, dass man (jeder einzelne ab 18) über das Internet bzw. Wahllokale bei Gesetzen mitreden kann?
So dass Otto-Normal-Bürger bei Fragen, die sie was angehen, abstimmen und sich bei anderen Fragen enthalten können.
Dass komplette System müsste natürlich so aufgebaut sein, dass einzelne Wahlkreise so eine Art Aufsichtsrat haben, um die ganze Geschichte zu überwachen und Korruption vorzubeugen.
Ich denke, eine Art Bürgerentscheid (wie z. B. in Irland) würde:
1. viel mehr Leute dazu bewegen, wählen zu gehen, da Politik so keine graue Theorie bleibt, sondern nah an den Bürger gebracht wird,
2. viel gerechtere Ergebnisse erzielen (Wir sind das Volk!),
3. politische Machtspiele und Bürokratie minimieren,
4. viel parteiübergreifender handeln.




