Zukunftsforum Generationenvertrag
In den Zukunftsforen bieten wir ab sofort die Möglichkeit einer moderierten Spezialdiskussion. Hier werden ausschließlich Beiträge, die auf konsensfähige, zukunftsträchtige Konzepte und Lösungen abzielen, diskutiert.
Nur der Generationenvertrag funktioniert für ein Volk
von Lars Galtung (registriertes Mitglied)
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22.06.09, 05:56 Uhr
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Wie man ausgerechnet derzeit zu einer solchen Auffassung kommen kann, ist mir schleierhaft. Wir erleben doch gerade seit Jahren, welche katastrophalen Folgen eine private Kapitalanlage zur Altersvorsorge haben kann.
Gerade jetzt sind z. B. die Rentner in den USA – ein Land, in dem so verfahren wird –, in die Falle gegangen – und das bekanntlich auch nicht zum 1. Mal. Nur kennen die USA kein anderes System. Die Kapitalanlagen – und das nicht nur in den USA – sind doch senkrecht abgestürzt, und das bedeutete für die Rentner in den USA, dass viele ihre Rente ganz verloren haben, teilweise erhebliche Teile verloren haben. Es ist auch völlig klar, dass das überhaupt nicht funktionieren kann.
Und wenn nun für Millionen Menschen das angelegte Kapital verbrannt ist, was machen sie dann? Obdachlos?
Verhungern? Oder dann doch wieder Sozialhilfe?
Doch von was wollen Sie das bezahlen, wenn keine Rentenbeiträge eingezahlt waren, das privat angelegte Kapital verbrannt ist? Dann müssen Sie entweder Sozialhilfe bezahlen oder die Bürger verhungern lassen. Was denken Sie, was da los ist, wenn Sie von ca. 20 Mio. Rentnern mindestens 10 Mio. Rentner verhungern lassen? Denn wenn die private Anlage verbrannt ist, ist gar nichts da. Und Arbeit gibt es auch kaum.
In den USA sind die Rentner mit über 70-75 wieder gezwungen, wieder zu arbeiten; nur dieses Mal gibt es nur Minijobs, damit sie gerade noch so überleben können. Dafür haben sie dann ein Leben lang gearbeitet, dass sie noch nicht einmal ihren Lebensabend in Würde zu Ende bringen können – dank der privaten Kapitalanlage.
Aus diesem Grunde will Obama eine Art Generationenvertrag in den USA einführen.
Man darf sich von den Eliten bzw. Prof.'s nicht aufs Kreuz legen lassen. Und erst recht nicht von Parteien, welche nur die Interessen des Kapitals verfolgen. Den »Kapitaleignern« ist es doch ganz egal, ob Sie im Alter unter der Brücke verhungern.
Schlagwörter: Private Kapitalanlage: Weg zur Sozialhilfe
Re: Generationenvertrag
von Alex S (registriertes Mitglied)
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21.06.09, 22:48 Uhr
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Ich finde auch, man sollte den Generationenvertrag auflösen. Wenn ich das Geld, was ich monatlich einzahle, privat anlegen würde, hätte ich im Alter wahrscheinlich monatlich genug Geld. Ich möchte lieber für mich selber verantwortlich sein, als für alle einzuzahlen. Das mag sich vielleicht egoistisch und unsozial anhören, jedoch kann ich mir persönlich im Moment keine bessere Alternative vorstellen.
Schlagwörter: Generationenvertrag
Generationenvertrag neu aushandeln!
von franz Molnar (registriertes Mitglied)
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20.06.09, 14:43 Uhr
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@Herbert Faßbender:
Ich gebe Ihnen in der Kernaussage so weit recht, dass jeder Generationenvertrag in einem gesetzlich garantierten Rahmen unter Berücksichtigung sozialer Grundsätze definiert werden muss! Ich würde aber noch weiter gehen wollen und einen ethischen Messwert zufügen, d. h. zum Beispiel einen Mindest-, aber auch einen Maxilohn definieren.
Und ich würde einen antizyklischen demokratischen Faktor bei der Rentenberechnung einführen. D. h., bei kleinen Löhnen müssen sich die Renten anders entwickeln als bei Großverdienern! Die Unterscheidung zwischen Staatsdiener und Arbeiter bei der Rentenberechnung aber, die ursprünglich ein Ausgleich für die früher einmal schlechtere Bezahlung war, ist so nicht mehr zeitgemäß. Hier muss ich Ihnen also widersprechen, wenn Sie Eingriffe des Staates in das Marktgeschehen ablehnen, denn beim Generationenvertrag geht es nicht um einen Markt im eigentlichen Sinne, sondern um eine Gesellschaftsaufgabe, und dieser Markt gehört nicht in die freie Wirtschaft!
Schlagwörter: ethischer Wert
generationenvertrag
von herbert faßbender (Gast)
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29.05.09, 09:46 Uhr
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Meine Kernaussage:
Wir Bürger müssen uns in unserem wirtschaftlichen Handeln in einem gesetzlich garantierten Rahmen – fairer Wettbewerb, Monopol-/Wucherverbot, soziale Grundsätze – frei entfalten können mit dem Ergebnis auch eines entsprechend hohen Steueraufkommens. Eingriffe des Staates in das Marktgeschehen stehen im Widerspruch zum Prinzip der Marktwirtschaft. Der Markt ist ein ständiger Prozess und korrigiert – ja bestraft – Fehlentwicklungen.
Dabei leider auftretenden leidvollen Nachteilen für einzelne unserer Mitbürger begegnen wir durch Schaffung eines solidarischen Sicherheitsnetzes aus unser aller Steueraufkommen. Hierzu habe ich unter »solidarstaat.de« das langfristig zu realisierende Konzept erstellt.
generationenvertrag auf steuerbasis
von herbert faßbender (Gast)
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25.05.09, 17:53 Uhr
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alle deutschen sollten teilnehmer sein. vgl. mein umfassendes konzept unter »solidarstaat.de«.
Anm. d. Mod.: Bitte verzichten Sie im Sinne der Diskussionsregeln auf unkommentierte Verweise auf externe Quellen. Für eine konstruktive Diskussion zitieren Sie stattdessen eine Kernaussage und erklären Sie bitte, was Ihnen daran wichtig ist. Danke!
Generationenvertrag?
von Franz Sparsam (Gast)
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13.05.09, 20:38 Uhr
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@Schorsch Vogtland:
Zunächst vorweg: ich bin kein Rentner, sondern erwarte als Rentner in 15-20 Jahren die Altersarmut für mich.
Anders als Sie bin ich nicht der Meinung, dass die heutige Rentnergeneration den Generationenvertrag einseitig gekündigt hat. Renten wurden durch Nullrunden oder geringfügige Anhebungen bereits fleißig in ihrer Kaufkraft gekürzt, und dies wird so weitergehen. Die Doppelbelastung der heutigen Generation, die Sie ansprechen, ist zweifellos vorhanden, kommt aber eher daher, dass wir alle unseren Staat und unsere Beamten zu bezahlen haben (Rentner mit eingeschlossen). Beamtenpensionen werden nicht in gleicher Weise gekürzt. Vor nicht langer Zeit war die durchschnittliche Beamtenpension 2x so hoch wie die durchschnittliche Rente, heute ist die Pension 3x so hoch. Wir Bürger könnten am Staat so viel sparen, dass unsere Probleme erträglicher wären.
Schlagwörter: Kaufkraft der Renten, Pension
Generationenvertrag?
von Schorsch Vogtland (registriertes Mitglied)
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12.05.09, 18:56 Uhr
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Das Gerechtigkeitsproblem im Generationenvertrag, wie er zur Zeit angewendet wird, liegt in der einseitigen Aufkündigung des Vertrages von den Alten zugunsten der Alten. Die nicht wahrgenommene Verantwortung der Vorgängergenerationen und das zweifellos notwendige einseitige Aufkündigen aufgrund der neuen interdependenten Weltstruktur hat zur Doppelbelastung der jetzigen Verdienergeneration geführt. Diese wird, ohne dass dies ernsthaft zur Diskussion gestellt wird, zum Bezahlen der Rentenversicherung in Form einer Sozialversicherung gezwungen, ohne jemals damit rechnen zu dürfen, eine staatliche Rente aus einem Sozialversicherungstopf zu bekommen. Hier wird die Vorgängergeneration ihrer Verantwortung nicht gerecht, im Gegenteil wird die Verantwortung auf die Nachfolgergeneration abgewälzt. Die Doppelbelastung besteht darin, dass zusätzlich zu einer relativ höheren Beteiligung (auf Grund der Veränderungen in der Altersstruktur unserer Gesellschaft) völlig selbstverständlich von der Nachfolgergeneration erwartet wird, die Altersvorsorge privat zu organisieren. Zusammengefasst bedeutet das, dass die Generation von heute die Renten der Alten genauso selbstverständlich bezahlen soll wie die eigene Rente. Das führt nicht nur zu einer asymmetrischen Verteilung der Verantwortung zu Ungunsten der heutigen Generation, sondern auch zu einem Finanzierungsproblem, da die meisten jungen Menschen sich eine derartige Doppelbelastung schlicht nicht leisten können. Was hier produziert wird, ist die Altersarmut der Zukunft, wobei die Generation, die die politische Verantwortung dafür trägt, bis dahin nicht mehr existieren wird. Das Problem kann nur durch eine gerechte Verteilung der Verantwortung noch zu Lebzeiten der verantwortlichen Generationen gelöst werden: also in den nächsten zehn, maximal fünfzehn Jahren muss der Generationenvertrag vollständig auslaufen. Dafür ist es notwendig, die Renten nach einem Stufenplan Jahr für Jahr radikal zu kürzen und das Rentenalter anzuheben.
Schlagwörter: Generationenvertrag, Rente
Generationenvertrag?
von Achim Luibrand (registriertes Mitglied)
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25.03.09, 01:10 Uhr
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@L. Galtung:
»Es gibt kein besseres und sichereres Rentensystem als den Generationenvertrag, sprich: die gesetzliche Rente.«
Wir brauchen eine neue Verantwortung mit den Mitteln, die für das Volk ausgegeben werden.
Ihre Punkte 2-5 sind die Gründe für den Punkt 1): Keine Rücklagenbildung.
In der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens werden Ihre Punkte 6-9 ad acta gelegt, weil jeder Bürger durch seinen Konsum (über die Konsumsteuer) das Solidarsystem stützt.
Fragen Sie doch mal die »Jugend von heute«, ob sie damit einverstanden ist, mindestens ein Drittel ihres Einkommens (falls sie denn welches erwirtschaftet) für die Rente ihrer Großeltern abzugeben? Wie sieht dann ein Generationenvertrag heutzutage aus?
Die Idee des Generationenvertrages war ja für ihre Zeit angemessen, doch die wirtschaftlichen Verhältnisse haben sich geändert …
Und zum Punkt 10 (Pensionen) möchte ich sagen: Die gehören abgeschafft! Die sind legalisierter Diebstahl am erwirtschafteten Mehrwert der Arbeitnehmer.
Wir brauchen eine Gesellschaft, in der ein Grundeinkommen von der Wiege bis zur Bahre gesetzlich zugesichert wird. Dann erübrigen sich Diskussionen um Rente und Generationenvertrag.
Die Renten sollten nicht in privater Hand liegen, sondern durch das Gemeinwesen erwirtschaftet werden.
Schlagwörter: Generationenvertrag, Volksmittel
Ein Plädoyer für den Generationenvertrag
von Lars Galtung (registriertes Mitglied)
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06.03.09, 19:12 Uhr
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Die meisten Beiträge hier sprechen sich gegen den Generationenvertrag aus.
Ich habe auch das Dossier Generationenvertrag gelesen, in welchem sich etliche schwere Fehler befinden. Die Ablehnung des Generationenvertrages hat mit Medienfalschinformationen zu tun.
Beim Generationenvertrag oder bei der gesetzlichen Rente sind erhebliche Fehler gemacht worden. Dafür kann aber das System nichts. Wenn jemand nicht rechnen kann, ist nicht die Mathematik abzulehnen. Es gibt kein besseres und sichereres Rentensystem als den Generationenvertrag, sprich: die gesetzliche Rente.
Ohne die schwerwiegenden Fehler gäbe es kein Rentenproblem: Noch so viele Kinder nützen überhaupt nichts, wenn diese keine Rentenbeitragszahler werden. Folgende Punkte wurden falsch gemacht:
1) Keine Rücklagenbildung.
2) Versicherungsfremde Leistungen.
3) Kein Entwicklungsabgleich.
4) Hohe Arbeitslosigkeit.
5) Working Poor und Lohnsklaven.
6) Jeder »Einwohner« muss Rentenbeiträge bezahlen (wenn er kann; siehe Schweiz).
7) Hohe Renten deckeln, niedrige Renten nach unten begrenzen.
8) Stärkere Einbeziehung der Produktivität.
9) Renten kann nur bekommen, wer in diese Rentenkassen eingezahlt hat.
10) Einbeziehung von Pensionen in die Renten.
Die schweren Fehler sind gemacht. Nun kann man nur noch prüfen, was korrigiert werden kann. Private Renten können niemals das leisten, was das Generationssystem leistet. Das haben wir gerade eindrucksvoll in den USA erlebt, wie die privatversicherten Rentner vor der Pleite stehen und man nun in den USA ein gesetzliches Rentensystem erwägt.
Die Gründe, weshalb man den Generationenvertrag madig machte, sind alleine in dem Profit zu suchen, welchen die privaten Versicherer auf diesem Wege einholen konnten. Den privaten Versicherern ist es egal, ob die Versicherten dann in 20-40 Jahren ohne Rente dastehen.
Dann schickt man sie eben in die Soziahilfe.
Schlagwörter: Pirvate Rentenabsicherung, Profitmaximierung
Generationenvertrag
von Tina Borg (registriertes Mitglied)
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21.01.09, 18:25 Uhr
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Also, dass es keinen Generationenvertrag mehr wie früher geben kann, ist klar. Es gibt nicht mehr genügend Kinder, um unsere Renten zu sichern.
Jedoch darf man auch nicht die vielen Einwanderer/Zuwanderer vergessen, welche uns doch auch wieder eine gewisse Art der Rentensicherung verschaffen.
Aber auf eine private Versicherung darf man in der heutigen Zeit sowieso nicht mehr verzichten!
Schlagwörter: Generationenvertrag, private Versicherung, Rentensicherung




