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Zukunftsforum Entwicklungspolitik

Drei Jugendliche Blicken der Sonne entgegen

In den Zukunftsforen bieten wir ab sofort die Möglichkeit einer moderierten Spezialdiskussion. Hier werden ausschließlich Beiträge, die auf konsensfähige, zukunftsträchtige Konzepte und Lösungen abzielen, diskutiert.

Zu den Spielregeln


61 Beiträge (Listendarstellung, neueste Beiträge zuerst)
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Was soll das denn heißen? von Bernd Kreft (registriertes Mitglied)
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01.12.08, 20:22 Uhr
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Deutschland hat so gut wie gar keine Einnahmen aus Rohstoffen, was sollen wir denn jetzt sagen?

Etwa bei den Ölscheichs betteln gehen, die uns das Öl für Höchstpreise verkaufen?

Wohl noch nie was von der OPEC gehört. Das ist ein Kartell, mit dem die UNS ausbeuten, und nicht wir die. […]*

[* Anm. d. Mod.: Passage mit pauschalisierendem und diffamierendem Inhalt gelöscht. Bitte beachten Sie die Diskussionsregeln und bleiben Sie sachlich.]

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Eile tut not! von Bernd Kreft (registriertes Mitglied)
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01.12.08, 20:11 Uhr
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Wichtig ist auf jeden Fall, dass wir schneller dort unten sind als die Chinesen!

Die schnappen uns sonst die ganzen Rohstoffe wieder vor der Nase weg, dann gehen wir leer aus!

Die mischen da nämlich auch schon ganz oben in den Regierungsetagen mit.

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Prima Idee! von Bernd Kreft (registriertes Mitglied)
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01.12.08, 19:58 Uhr
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Deine Idee von der »politischen Entwicklungshilfe«, gerade in Ländern wie Nigeria, gefällt mir ausgesprochen gut.

Wir könnten ja mit dem nigerianischen Volk, das in Anbetracht der dort herrschenden Korruption und sozialen Ungerechtigkeit fest an unserer Seite steht, einen Schutzvertrag aushandeln, der 50 % der Öleinnahmen der Schutzmacht und 50 % dem aufrichtigen und tapferen nigerianischen Volk zuspricht.

Wir könnten dem nigerianischen Volk darüber hinaus auch helfen, das Geld einzuteilen und nur für sinnvolle Dinge auszugeben.

So wäre Afrika mal wirklich geholfen.

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Zukunftsforum Entwicklungspolitik von Hajo Schaefer (Gast)
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11.05.08, 16:29 Uhr
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Die Redaktion bittet uns um zielorientierte Ideen für eine zukunftsträchtige Entwicklungspolitik. Müssen wir uns also erstmal auf die Ziele einigen? Als Diskussionsgrundlage definiere ich diese mal so:

1. Entwicklungsländer (EL) sollen in ihrer politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung gestärkt werden.
2. Die Entwicklung soll möglichst allen Menschen in den EL zugute kommen.
3. EL sollen gleichberechtigte Partner sein/werden.
4. Für die Entwicklung in den EL sind die Industrieländer bereit, auf den einen oder anderen (wirtschaftlichen) Vorteil zu verzichten.

Ich hatte angefangen, zu diesen Zielen auch schon meine Meinungen zu formulieren, habe sie aber wieder gestrichen, um nicht von der Diskussion und der Einigung auf die Ziele abzulenken. Versucht Ihr, Euch auch darauf zu konzentrieren und nicht schon die Umsetzbarkeit der Ziele zu diskutieren?! Das folgt dann im nächsten Schritt.

Schlagwörter: Entwicklung, Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit

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Indianer von Christian Gosch (registriertes Mitglied)
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26.04.08, 18:30 Uhr
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Vollkommen richtig, wobei dies allgemein für Naturvölker gilt. Leider haben wir neben unendlichen praktischen Problemen, diese Vorsätze in Realität umzumünzen, vor allem auch psychologische Hemmnisse. Es wird sofort als rückständig bzw. Rückschritt aufgefasst, Dinge von »früher« als besser zu betrachten, man vergleiche dabei auch Naturheilverfahren, die heutzutage ebenfalls weniger ernst genommen werden, oder ganz generell, wenn Opa und Oma von früher erzählen.
Mit welcher Arroganz wir meinen, oft jahrtausendealte, funktionierende Traditionen durch heutige Systeme ersetzen zu können. Wenn es wenigstens zum Hinterfragen und Vergleichen käme – nein, der Fortschrittsglaube gebietet, »das Neue ist auch das Bessere«.
Entwicklungspolitik (politische oder agrarwissenschaftliche) kann daher nicht aufoktroyiert werden. Sie kann nur aus funktionierenden Verhältnissen heraus erwachsen.

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Vorschlag zu Arm & Reich von Heiko Hellmuth (Gast)
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26.04.08, 02:04 Uhr
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Wir Menschen haben ein großes Problem, denn die einzigen auf dieser Erde, die gelernt haben, mit der Natur zu leben und alle gleich zu versorgen, waren die Indianer. Jeder machte das, was er am besten konnte, alle wurden versorgt und vom Erfolg einer Jagd nicht ausgeschlossen. Arbeiten gelingen am besten, wenn sie Spaß machen. Unsere Kinder im Kindergarten sagen es uns, ich werde Arzt, ich werde Becker, ich werde …! Jeder sollte arbeiten! Keiner soll den anderen befehlen! Beteilige jeden am Lohn seiner Arbeit! Der Mensch muss wichtig sein und nicht der Lohn! …! Zeigt mir einen Reichen, der alleine seinen Sarg so fett gemacht hat! Der Mensch sollte sich anstrengen, alle satt zu kriegen und nicht andere reich zu machen! Wenn ein Mensch sagt, töte einen anderen, dann soll er es doch selber machen! Wichtig bei Soldaten auf der ganzen Welt! Statt Leid durch Waffen, lieber genug zu Essen schaffen! Aber warum sollte sich die Welt so benehmen wie die Indianer, hören wir lieber auf Piraten und zerstören wir erst die, die unsere Vorbilder sein sollten, und dann zerstören wir uns selbst! Was mich eigentlich richtig sauer macht, alles entwickelt sich weiter, nur der Mensch nicht!

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Hartz IV von Patricia Kolacz (registriertes Mitglied)
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18.04.08, 15:01 Uhr
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Ich gebe Ihnen absolut Recht. Natürlich darf man bei diesem Gebiet nichts verallgemeinern. Sicher lebt man mit Hartz IV nicht auf großem Fuß, trotzdem ist es in manchen Fällen einfach so, dass man sich denkt, ich zitiere: »Warum soll ich arbeiten, wenn ich gerade mal 100 Euro mehr im Monat habe?« (Hartz-IV-Empfänger aus einer Fernseh-Reportage)

Um ehrlich zu sein, wundert mich das auch überhaupt nicht. Auch wenn ich in TV-Reportagen die Klagen von Betroffenen über Hartz IV höre, aber sehe, dass es für Zigaretten allemal reicht, fällt es mir schwer, dafür Verständnis aufzubringen. Ich bin der Meinung, dass Hartz IV keine schlechte Vorkehrung ist, aber dass es auch viel Ungerechtigkeit mit sich bringt.

Man kann einem Bürger, der z. B. 30 Jahre lang gearbeitet hat, nicht dasselbe Geld zur Verfügung stellen, wie einem, der 1 Jahr lang zur Arbeit gegangen ist.
Und Ungerechtigkeit ist wohl der Hauptgrund für Ablehnung, Wut & Ärger – nicht nur für das System selbst, sondern leider auch für viele Hartz-IV-Empfänger, die unverschuldet in diese Situation geraten sind.

Patricia K.

Schlagwörter: Hartz IV, Problematik

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Re: 60er-Lüge von Peter Pichl (Gast)
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28.12.07, 10:22 Uhr
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Mir ist klar, dass meine Behauptung sehr provokativ ist, und Ihre Entgegnung ist nicht nur berechtigt, sondern auch sehr gut ausgeführt. Gerade deswegen bereue ich meine Behauptung auch nicht, weil sie einen Beitrag wie Ihren ausgelöst hat, der einem nochmal klar vor Augen führt, in welcher Zwickmühle wir heutzutage stecken.
Wenn man Kinder hat, ist man geradezu 100-%ig verpflichtet, sie mit bestimmten Konsumgütern auszustatten, will man sie nicht der Ausgrenzung anheim geben. Wie absurd ist das alles???
Es gibt quasi keine Chance, sich dem zu entziehen.

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60er-Lüge von C. K. (Gast)
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28.12.07, 00:49 Uhr
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»Sorry an alle Hartz-IV-Empfänger – man lebt als solcher erheblich besser als jeder Mittelständler in den 60er Jahren, was den Luxus anbelangt. Unsere Werte haben sich aber derart verschoben, dass nur noch Leben im materiellen Wohlstand als glückvolles Leben betrachtet wird. Schade.«

Faustdick gelogen: Selbst Arbeitslose kamen in den 60ern gut zu Potte – und sei es nur durch Schwarzarbeit, die heute nicht mehr so leicht zu kriegen ist. Hartz-IV-Empfänger müssen hungern, frieren und zuschauen, wie die Kinder dank Medienrummel draußen fertiggemacht werden, weil sie keine Markenprodukte haben (war in den 60ern auch nicht so). Sie können sich auch kein Feuer anzünden, keinen Gemüsegarten anlegen, kein Kleinvieh zum Schlachten halten, wie es in den 60ern überall möglich war, und können sich kaum noch Äpfel beim Nachbarn klauen, weil da Affenbrotbäume o. a. stehen. Ich kann die Liste beliebig weit fortsetzen, und zudem kann man Äpfel auch nicht mit Birnen vergleichen; denn damals waren die Mütter, Omas und/oder Nachbarn zu Hause, womit Leid und Angst gut kompensiert wurde. Auch das ist heute nicht mehr der Fall, so dass betroffene Kinder alleinstehend im Elend aufwachsen müssen.

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Re:!!! von Peter Pichl (Gast)
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03.12.07, 01:04 Uhr
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»Der Staat beutet die Leute aus«, würde ich nicht unbedingt so sagen.

Der Staat lässt zu und hat die Voraussetzungen dafür sogar gefördert, dass die Leute ausgebeutet werden können. So würde ich es ausdrücken. Damit enttäuscht mich die Politik zutiefst!

»(…) wir merken doch nichts (…)« Wovon merken wir nichts?
Von nicht schlechter Konjunktur?
Das ist eine Frage der Maßstäbe, welche man ansetzt.
Wenn man davon ausgeht, dass alle alles haben müssen, sprich, jeder ein Auto, jedes elektronische Gerät, welches gerade up to date ist, jede Klamotte, die gerade modern ist und mindestens eine Fernflugurlaubsreise pro Jahr, muss man natürlich feststellen, dass es Leute gibt, welche sich als arm bezeichnen, weil sie sich nicht locker easy alles zu jedem Zeitpunkt leisten können. Wie furchtbar …

Sorry an alle Hartz-IV-Empfänger – man lebt als solcher erheblich besser als jeder Mittelständler in den 60er Jahren, was den Luxus anbelangt.

Unsere Werte haben sich aber derart verschoben, dass nur noch Leben im materiellen Wohlstand als glückvolles Leben betrachtet wird. Schade.

Ihr Ausgangsthema, Herr Denke, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auseinander klafft, ist natürlich ein gigantisches Problem!

Wie froh wäre ich, wenn es unter den »Oberen« einen verantwortungsbewussten Ehrenkodex gäbe, bzw. besser noch, er empfunden würde.

Ebenso froh wäre ich, wenn sich Bescheidenheit als Tugend wieder etablieren würde. Die Freude an dem, was man hat, und nicht die ewige Unzufriedenheit über das, was einem von außen suggeriert wird, was man haben müsste, um etwas »wert« zu sein.

In jedem von uns steckt unglaublich viel, wenn man sich freimachen könnte von dem, was uns die kommerzielle Welt vorgaukelt. Das ist nicht nur ein Phänomen unserer aktuellen Epoche.

Wenn der Mensch doch nur endlich Intelligenz entfalten könnte. Theoretisch sind die Voraussetzungen dafür so gut wie noch nie zuvor.

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