Visionen und Konzepte
Wie kann sich unsere Gesellschaft weiterentwickeln? Neue Visionen und konkrete Konzepte braucht man häufig gar nicht zu erfinden - aber finden sollte man sie. Denn es gibt in vielen Bereichen Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis, die schon lange vorgedacht haben. Hier präsentieren wir Menschen und Ideen, die Aufmerksamkeit verdienen. Diese Sammlung wird kontinuierlich erweitert. Wir bitten Sie, sich bei dieser Diskussion ganz konkret auf die Visionen, Vorschläge und Konzepte unserer Autorinnen und Autoren zu beziehen.
Abschalten gilt nicht! Wer die Fragen der Zeit öffentlich diskutieren will, ist beim Massenmedium Fernsehen bestens aufgehoben
Klaudia Wick, Sachbuchautorin, Fernsehkritikerin und Vorsitzende der Jury beim „Deutschen Fernsehpreis“
Dass Erkenntnis durchaus auch in (einer) Unterhaltung reifen kann, haben seinerzeit die Privaten mit ihren Talkshows vorgemacht. Heute stellen auch Reinhold Beckmann, Johannes B. Kerner oder Sandra Maischberger bei ARD und ZDF Öffentlichkeit her, indem sie die Fragen unserer Zeit mit prominenten Gästen diskutieren. Aber auch die viel gescholtenen Privatsender führen auf ihre Art einen Gesellschaftsdiskurs. Wer die Marktmechanismen der Popindustrie oder das Schönheitsideal der Werbebranche verstehen will, braucht sich bloß eine Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Germanys Next Topmodel“ anzusehen. Die Krise der Familie spiegelt sich Woche für Woche in der „Super Nanny“, das große Regressionsbedürfnis der „Generation Golf“ in der „ProSieben Märchenstunde“.
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Zur Diskussion im Themenforum Medien (bisher 94 Beiträge)
Aufbegehren? Fehlanzeige! Oder: Wenn man einem Menschen die Würde nimmt, dann hört er auf zu leben
Claus Fussek, Dipl. Sozialpädagoge (Vereinigung Integrationsförderung e. V., München)
Auch wenn viele nicht darüber nachdenken wollen: Altenpflege ist ein Thema, das jeden von uns früher oder später betreffen wird. In den Medien wird regelmäßig darüber berichtet und die Probleme sind längst bekannt. Dennoch werden sie von den meisten Menschen verdrängt. Der öffentliche Protest über nicht zu verantwortende Zustände ist minimal. Warum sind gerade alte und pflegebedürftige Menschen entwürdigenden und lebensbedrohenden Bedingungen ausgesetzt, wie wir es jeden Tag erfahren können?
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Zur Diskussion im Themenforum Leben im Alter (bisher 26 Beiträge)
Auto, Strom und Fleischkonsum: Was wir sofort für den Klimaschutz tun können
Toralf Staud, Journalist
Der Klimawandel ist da. Wer seine Sinne beisammen (und keine gegenläufigen wirtschaftlichen Interessen) hat, der leugnet das auch nicht mehr. Weil aber das Problem so riesig ist und seine Verursacher so unglaublich zahlreich, diskutieren viele Leute lieber, wie man sich an das verändernde Klima anpassen kann. Dabei ist es noch nicht zu spät.
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Zur Diskussion im Themenforum Umwelt (bisher 106 Beiträge)
Bildung ist politische Chefsache! Forderungen anlässlich des Bildungsgipfels
Prof. Dr. Reinhold S. Jäger, Bildungsforscher
Am 22.10.2008 lädt Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Bildungsgipfel nach Dresden ein. Aus diesem Anlass fordert Bildungsforscher Prof. Dr. Reinhold S. Jäger Bund und Länder auf, die Grenzen der föderalen Strukturen zu überwinden und Bildung zur Chefsache zu machen. Die derzeitigen Bedingungen führten zwar zu durchaus anregenden Konkurrenzen zwischen den Bundesländern, jedoch auch zu erheblichen individuellen Benachteiligungen und verschärften zugleich die Chancenungerechtigkeit.
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Zur Diskussion im Themenforum Bildung (bisher 11 Beiträge)
Chancengerechtigkeit durch Bildung - Chancengerechtigkeit in der Bildung
Ilsa Diller-Murschall, Stellvertretende Geschäftsführerin des AWO-Bundesverbandes
Bildung ist in modernen Gesellschaften zentrale Voraussetzung für die Teilhabe und Teilnahme am gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben. Damit ist die Chancengerechtigkeit in der Bildung Grundvoraussetzung, damit alle die Fähigkeiten, die dazu notwendig sind, entwickeln können.
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Zur Diskussion im Themenforum Bildung (bisher 75 Beiträge)
Der Grundsatz der Generationengerechtigkeit
Frank Schmilowski, Leitender Mitarbeiter der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG)
Unsere Gesellschaft lebt auf Kosten ihrer Kinder! Beispiele sind die fortschreitende Umweltzerstörung durch Ozonloch, Treibhauseffekt, Atommüll und Artensterben. Aber auch die Staatsverschuldung, die Jugendarbeitslosigkeit und die Bildungsmisere beeinträchtigen den Lebenshorizont zukünftiger Generationen erheblich.
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Zur Diskussion im Themenforum Gesellschaft und Gesellschaftskonzepte (bisher 68 Beiträge)
Die Abstimmung mit dem Einkaufswagen: Plädoyer für verantwortungsvolles Einkaufen.
Dr. Tanja Busse, Journalistin mit Schwerpunkt Verbraucherschutz und Landwirtschaft und Hörfunkmoderatorin beim Westdeutschen Rundfunk.
Niemand will Gammelfleisch im Döner oder Gen-Reis im Risotto. Und niemand will Kleidung von unterbezahlten Textilarbeiterinnen. Auch keine Mobiltelefone, an denen das Blut von Kindersoldaten klebt, Taschentücher aus Urwaldholz oder Teppiche, die von Achtjährigen geknüpft wurden (246 Millionen Kinder arbeiten für ihren Lebensunterhalt). Niemand will das alles, und trotzdem werden diesen Waren gekauft.
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Zur Diskussion im Themenforum Konsum & Glück (bisher 120 Beiträge)
Die Gesellschaft, in der Mann leben möchte – eine Perspektive aus Sicht der Männerforschung
Dr. Peter Döge, Lehrbeauftragter für Geschlechterforschung an verschiedenen Hochschulen und Mitgründer des Instituts für anwendungsorientierte Innovations- und Zukunftsforschung
Um aus der Sicht der kritischen Männerforschung die Frage beantworten zu können, in welcher Gesellschaft man(n) leben möchte, ist zunächst eine Klärung des Zusammenhangs von Männlichkeit, Geschlecht und Geschlechterhierarchie erforderlich.
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Zur Diskussion im Themenforum Frauen & Männer (bisher 133 Beiträge)
Engagement schafft Perspektiven für die Zukunft unserer Gesellschaft
Kerstin Hübner, Leiterin des Arbeitsfeldes Bürgerschaftliches Engagement/Freiwilligendienste in der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung
Für eine freiheitliche Gesellschaft sind allgemeine und individuelle Bedürfnisse gleichermaßen bedeutsam. Idealerweise halten ihre Strukturen die Balance zwischen der persönlichen Autonomie eines jeden Einzelnen und dem gemeinsamen Werte- und Normenkanon des Gemeinwesens. Eine Gesellschaft dagegen, in der sich die Bürger/innen nicht für ihre eigenen Bedürfnisse und für andere Menschen einsetzen bzw. sich nicht aktiv in das gesellschaftliche und politische Leben einbringen, läuft Gefahr sozial zu verarmen.
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Zur Diskussion im Themenforum Kultur (bisher 23 Beiträge)
Familie im Spannungsfeld des gesellschaftlichen, demografischen und sozialpolitischen Wandels
Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Leiter der Abteilung für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln
Gesellschaft, Sozialstaat und Familie befinden sich gegenwärtig im Umbruch. Neben der Vereinigung von DDR und Bundesrepublik, die außergewöhnliche Belastungen für große Teile der Bevölkerung in Ost- und Westdeutschland mit sich bringt, wirkt sich vor allem die ökonomische Globalisierung, d.h. die neoliberale Modernisierung fast aller Lebensbereiche, problematisch aus.
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Zur Diskussion im Themenforum Familienpolitik (bisher 268 Beiträge)
Für eine Demokratisierung der Wirtschaft. Wirtschaftspolitische Alternativen sind machbar und überfällig
Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup, Wirtschaftswissenschaftler mit Schwerpunkt Arbeitsökonomie an der Fachhochschule Gelsenkirchen und Mitglied der "Arbeitsgruppe Allternative Wirtschaftspolitik"
Geht man nach der herrschenden Politik, so gibt es angeblich keine wirtschaftspolitische Alternative zum seit langem eingeschlagenen neoliberalen Kurs einer einseitigen unternehmerischen Profitwirtschaft und -pflege, die im Wesentlichen darauf setzt, Lohn- und Lohnnebenkosten zu senken sowie die direkten Einkommen-, Vermögen- und Gewinnsteuern zu reduzieren – all das überwiegend zum Vorteil für Vermögende und Unternehmen.
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Zur Diskussion im Themenforum Wirtschaft & Arbeit (bisher 62 Beiträge)
Für eine Kultur des Sozialen
Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Vorstandsvorsitzender und Direktor des Deutschen Jugendinstituts e.V.
Für die Zukunftsaussichten von jungen Menschen in Deutschland ist es von zentraler Bedeutung, dass es ihnen gelingt, eine berufliche Ausbildung erfolgreich abzuschließen und so die Chance zu wahren, einen qualifizierten Arbeitsplatz zu finden. Doch genau hier besteht in Deutschland ein Problem, denn nicht nur die Jugendlichen ohne Schulabschluss schaffen es nicht einen Ausbildungsplatz zu finden, sondern auch immer mehr Jugendliche mit Hauptschulabschluss haben dabei massive Probleme.
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Zur Diskussion im Themenforum Bildung (bisher 94 Beiträge)
Für eine solidarische Gesundheitspolitik
Hans-Jürgen Leutloff, Leiter der Abteilung Sozialpolitik beim Bundesverband des SoVD
Die Gesundheit ist für jeden Menschen ein hohes Gut. In der Gestaltung und Fortentwicklung einer solidarischen und sozialen Gesundheitspolitik beweist sich ein sozialstaatlich ausgerichtetes Gemeinwesen. Insbesondere für chronisch kranke, behinderte, pflegebedürftige und ältere Menschen ist eine umfassende Gesundheitsversorgung Voraussetzung für Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe.
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Zur Diskussion im Themenforum Gesundheit (bisher 57 Beiträge)
Halbtagsgesellschaft: Konkrete Utopie für eine zukunftsfähige Gesellschaft
Prof. Dr. Carsten Stahmer, Volkswirt und Experte für Volkswirtschaftliche, Umweltökonomische und Sozio-ökonomische Gesamtrechnungen u.a. bei den Vereinten Nationen und dem Statistischen Bundesamt. Seit 1997 Honorarprofessor.
Mit dem nachfolgend beschriebenen Modell einer Halbtagsgesellschaft wird ein Weg aufgezeigt, der uns auf lange Sicht helfen könnte, aus der bestehenden Notlage heraus zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu gelangen. Es wird angestrebt, dass alle erwerbsfähigen Menschen – unabhängig von ihrem Geschlecht – im langjährigen Durchschnitt die eine Hälfte ihrer Arbeitszeit für bezahlte Erwerbsarbeit, die andere Hälfte für unbezahlte Hausarbeit und soziales Engagement in seinen verschiedenen Formen (z.B. Kinderbetreuung, Pflege von Kranken und Alten, Ehrenamt in sozialen Einrichtungen usw.) verwenden.
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Zur Diskussion im Themenforum Gesellschaft und Gesellschaftskonzepte (bisher 67 Beiträge)
Her mit dem Abenteuer! Unterschiede kennen- und schätzen lernen
Prof. Wolfgang Preis, Hochschullehrer für Sozialwesen an der Fachhochschule Zittau/Görlitz
Um sich selbst zu verorten und die Träume von einer positiven Wahrnehmung von Unterschieden wahr werden zu lassen, bedarf es der Reflexion – über sich, über andere und vor allem über das Miteinander als Gesellschaft.
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Zur Diskussion im Themenforum Bildung (bisher 34 Beiträge)
Lebensmitteltafeln zwischen Lob und Kritik
Prof. Dr. Stefan Selke, Soziologe an der Hochschule Furtwangen University und Autor der Sozialreportage »Fast ganz unten«
Das Thema Lebensmitteltafeln (kurz: Tafeln) wird in Deutschland (zum Glück) immer häufiger diskutiert. Dies hat einen einfachen Grund: Hinter den bekannten Fakten verbirgt sich die Grundsatzfrage, welche Funktion und welchen Sinn Tafeln in dieser Gesellschaft haben.
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Zur Diskussion im Themenforum Armut (bisher 10 Beiträge)
Maßeinheit: Mensch! Überlegungen zur Verkehrsplanung
Prof. Dr. Hermann Knoflacher, Verkehrsplaner an der Technischen Universität Wien
Die Entwicklung des Verkehrssystems weicht von den ökologischen, sozialen oder ökonomischen Zielvorstellungen ab, wie kein anderes Gebiet unserer Gesellschaft. Die Ursachen dafür liegen tiefer, als sie oberflächlich betrachtet erscheinen. Durch die Einengung des Begriffes auf den Autoverkehr über nahezu 50 Jahre ging der Zusammenhang mit den Wurzeln verloren. Dementsprechend schauen auch die Konzepte aus. Die Infrastruktur für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer wurde zurückgedrängt und der öffentliche Verkehr abgebaut, um Platz für das Abstellen und Fahren von Autos zu schaffen. Die Maßeinheit war die Pkw-Einheit, nicht der Mensch.
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Zur Diskussion im Themenforum Umwelt (bisher 3 Beiträge)
Mehr Sicherheit durch weniger Freiheit? Demokratie, Bürgerrechte und Datenschutz in Zeiten des Terrors
Dr. Rolf Gössner, Präsident der Internationalen Liga für Menschenrechte
Anstatt der Bevölkerung die Wahrheit über Unsicherheitsfaktoren in einer demokratischen und hochtechnisierten Risikogesellschaft zuzumuten, machen ihr Regierungspolitiker immer wieder unhaltbare Sicherheitsversprechen.
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Zur Diskussion im Themenforum Datenschutz & Privatsphäre (bisher 110 Beiträge)
Ohne Angst verschieden sein: Zur Zukunft der Imperfektion im gentechnischen Zeitalter
Prof. Dr. Anne Waldschmidt, Professorin an der Universität Köln
Die einen nehmen Schönheitschirurgie in Anspruch, die anderen quälen sich in Fitness-Studios, die einen konsumieren Anti-Aging-Produkte, die anderen greifen zu Potenz steigernden Pillen – man könnte endlos fortfahren mit der Auflistung alltäglicher Bemühungen um die eigene Perfektion. Das Paradebeispiel für das allgemeine Streben nach Idealvorstellungen sind jedoch die Gen- und Fortpflanzungstechnologien.
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Zur Diskussion im Themenforum Behinderung & Teilhabe (bisher 28 Beiträge)
Ohne Bildung keine Chance
Roberto Alborino, Referatsleiter Migration und Integration beim Deutschen Caritasverband
Bildung ist der Schlüssel für Integration und für gesellschaftliche Partizipation. In Bildung zu investieren bedeutet eine Investition in die Zukunft, nicht nur der Kinder und Jugendlichen, sondern der Gesellschaft insgesamt. Durch Bildung soll Chancengleichheit entstehen - auch für Kinder mit Migrationshintergrund!
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Zur Diskussion im Themenforum Zuwanderung & Zusammenleben (bisher 38 Beiträge)
























