Herb, mein Herbst?
Rose, Nadine und Jacqueline sind zusammen 240 Jahre alt. Die drei Damen gehen noch immer einer Beschäftigung nach, mit der sie der Langeweile des Rentnerdaseins entfliehen wollen. Rose arbeitet zwei Tage pro Woche in einem Schönheitssalon, wo sie die brüchigen Fingernägel ihrer Kundschaft pflegt. Die aus der Sowjetunion emigrierte Nadine veranstaltet in ihrer Wohnung Konzerte mit russischen Straßenmusikern. Selbst als sie ins Krankenhaus muss, versteht sie den dortigen Konzertsaal für ihre Zwecke zu nutzen. Jacqueline ist Schriftstellerin und bemüht sich, ihre Manuskripte bei Verlagen unterzubringen, auch wenn sie diese nicht auf Anhieb im Computer findet. Das Thema dieser Dokumentation ist nicht die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, sondern der Versuch dreier couragierter Damen, trotz vieler Fehlschläge ihrem Leben Selbstständigkeit und Würde zu verleihen.
Statement zum Film:
»In Europa ist der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung sehr hoch. Meistens werden sie als Last für die Gesellschaft empfunden, sie werden als erbärmlich dargestellt, als nutzlose soziale Kategorie, deren einzige Zukunft der Tod ist. In 'Herb, mein Herbst?' möchte ich einen anderen Aspekt des Alterns zeigen, einen optimistischen, um uns auf eine andere Realität aufmerksam zu machen.«
Marie-Jeanne Urech, Regisseurin Herb, mein Herbst?
Kurz-Infos
Deutscher Titel: Herb, mein Herbst?
Originaltitel: Monotone, mon automne?
Regie:
Marie-Jeanne Urech
Land: Schweiz
Jahr: 2004
Dauer: 55 Min.
Fassung: OmU: Französisch mit deutschen Untertiteln
Kategorie: Dokumentation
Überregionaler Filmpartner
Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS)
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