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ENRON - The Smartest Guys in the Room

Regisseur Alex Gibney

Regisseur Alex Gibney vor dem LKW eines Aktenvernichtungsdienstes

BIOGRAFIE
Studium an der Yale University und Filmschule des UCLA (University of California Los Angeles. Mit seiner Produktionsfirma Jigsaw Productions realisiert er schwerpunktmässig Dokumentationen zu politischen und gesellschaftlichen Themen und Musikdokus. Seine Projekte wurde zahlreich ausgezeichnet, u.a. mit dem US-Fernsehpreis Emmy, dem Peabody Award für herausragenden Rundfunkjournalismus und dem Grammy Award der US Musikindustrie. »ENRON-The Smartest Guys in the Room« wurde darüber hinaus für einen Dokumentarfilm-Oscar nominiert.

FILMOGRAFIE (als Regisseur, außer wenn anders angegeben)
The Human Behavior Experiments (2006)
Behind Those Eyes (2005)
ENRON - The Smartest Guys in the Room (2005)
The Blues (2003-2006) (nur Produzent)
The Trials of Henry Kissinger (2002) (nur Produzent/Autor)
The Sexual Century: Sexual Explorers (1999)
The Sexual Century: The Sexual Revolution (1999)
AFI's 100 Years... 100 Movies: Love Crazy (1998)
»The Fifties« (1997)
Manufacturing Miracles (1988)
The Ruling Classroom (1980)

DER REGISSEUR ZUM FILM

»Wie die meisten Leute habe ich den ENRON-Skandal aus der Ferne betrachtet, bis ich »The Smartest Guys in the Room« von Bethany McLean und Peter Elkind gelesen habe. Ich erkannte, dass der Fall ENRON mehr als ein Firmenskandal war. Es war ein menschliches Drama von der emotionalen Größe einer griechischen Tragödie – durchsetzt vom nur vorstellbar schwärzesten Humor. Ich fühlte, dass mir der Film Gelegenheit geben würde, einige größere Zusammenhänge der amerikanischen Kultur zu erforschen: warum unser grausames Wirtschaftssystem so einfach zum Vorteil der Großen und Mächtigen manipuliert werden kann.

Ich war fasziniert davon, dass die ENRON-Verantwortlichen wie Regisseure eines Science-Fiction-Films vorgegangen waren: Sie haben alles erfunden. Dabei gingen sie sehr geschickt vor, um die ENRON-Story so zu gestalten, dass jeder sie glauben wollte. Jeffrey Skilling, der ehemalige Präsident von ENRON, war Meister darin, alle öffentlichen Zweifel aus dem Weg zu räumen.

Überrascht war ich, dass beinahe jeder – Journalisten, Börsenanalysten, Wirtschaftsprofessoren, sogar Alan Greenspan – der ENRON-Story Glauben schenkte. Vielleicht lag einer der Gründe, warum alle davon so überzeugt waren, darin, dass Skilling und Ken Lay ihre Mission in eine Ideologie verpackten, an die jeder in der amerikanischen Geschäftswelt bedingungslos glauben wollte: Wenn es keine Regeln und keine Regulierung gibt, wird alles gut.

In Anbetracht der Tatsache, dass so viele Analysten und Beobachter den Betrug nicht erkannten, war ich neugierig auf die wenigen Leute, die den Zusammenbruch vorhergesehen hatten. In dramatischen Begriffen waren sie (besonders der Spekulant Jim Chanos und die »Fortune«-Reporterin Bethany McLean) wie Privatdetektive, die nach der Wahrheit hinter der falschen Fassade suchten.«

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