Zukunft schreibt Geschichte
Alter oder Jugendwahn, Rückfall in eine vorindustrielle Gesellschaft oder Leben im Cyberspace, völlige Freiheit oder totale Kontrolle: Die Zukunftsvisionen der Gewinnerinnen und Gewinner des Literaturwettbewerbs „Utopia“ im Rahmen des Gesellschafter-Projektes geben ebenso vielfältige wie eindrucksvolle Antworten auf die Frage, wie die Gesellschaft von Morgen aussehen könnte. Fast 600 Autorinnen und Autoren hatten sich am Wettbewerb der Aktion Mensch und des Börsenvereins des deutschen Buchhandels beteiligt. Eine prominente Jury, der der Schriftsteller Wolfgang Hohlbein, der Zukunftsforscher Matthias Horx, die Publizistin Annette Wunschel sowie Martin Stricker vom Science Fiction Club Deutschland, Christoph Schäfer von der Stiftung Lesen und Lothar Sand vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels angehörten, hat nun die 15 besten Geschichten ausgewählt.
Für Heike Zirden, Leiterin des Gesellschafter-Projektes bei der Aktion Mensch, unterstreicht der Wettbewerb die Bedeutung von Literatur für die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung: „In den Texten wird deutlich, wie aus der literarischen Auseinandersetzung mit der Frage nach der Gesellschaft von Morgen Ideen und Perspektiven für die Gesellschaft von Heute entstehen können.“
„Die Geschichten, die von der Jury ausgewählt wurden, beschreiben keine einfache Zukunft und sind eher pessimistisch“, sagt Anja zum Hingst, Pressesprecherin des Börsenvereins. „Gerade dadurch zeigen sie jedoch, welche Fragen die Menschen besonders bewegen und welche Ideale sie anstreben. Und das stimmt dann doch wieder optimistisch.“
Die Gewinner
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden im Rahmen einer Preisverleihung ausgezeichnet und ihre Texte im Laufe des Jahres veröffentlicht. Außerdem laden die Veranstalter die Preisträger zu einem gemeinsamen Literatur-Workshop ein.
Gewonnen haben:
- Muna Bering aus Braunschweig mit »Schneckenangst«
- Marco Claas aus Hamburg mit »The Beauty of Grey«
- Linda Entz aus Gross Steinum mit »Im Rad«
- Bernd Flessner aus Uehlfeld mit »Baculum«
- Nicolas Frank aus Krefeld mit »Lebenslauf eines Unsichtbaren«
- Esther Geißlinger aus Rendsburg mit »Club der jungen Götter«
- Marc Hieronimus aus Köln mit »Die Hitze«
- Wilfried Krotky aus München mit »Hochelfen auf dem Mars«
- Olivér Meiser aus Hegykö/Ungarn mit »Die Geschichte der Zukunft«
- Katharina Otto aus Duisburg mit »Die Tür nach draußen«
- Cornelia Stadler aus Petershausen mit »Luftvisionen für das 21. Jahrhundert«
- Sabine Stegmeyer aus Euskirchen mit »Für unsere Kinder nur das Beste«
- Sandra Trojan aus Leipzig mit »Camerons Enzyklopädie«
- Uwe Vöhl aus Bad Salzuflen mit »Sternenkinder«
- Heike Vogt aus London mit »Zum Flughafen«




