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Tagebuch-Eintrag

2006
08
März

Frauen als Retterinnen der Gesellschaft?

Martina Puschke, Projektkoordinatorin in der politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V.

Martina Puschke (Photo: Brigitte Faber)

Mütter sind derzeit groß im Rennen. Sie sollen den Trend der Überalterung sowie des Egoismus in der Gesellschaft stoppen. Natürlich sollen sie trotzdem auch Karriere machen können. Wen wundert es da, dass auch zum Internationalen Frauentag das Mütter-Thema diskutiert wird. Die taz widmet dem Thema am 8. März gar ein ganzes Dossier. Heide Oestreich weist in ihrem Artikel „Das große Muttern“ auf den „unbewussten Mutterkult“ hin. Müttern, die sich zuhause um die Familie kümmern, wird die Schuld an den Problemen des Kindes gegeben. Ambitionierte Frauen im Beruf haben entweder Angst, etwas zu verpassen, wenn sie keine Kinder bekommen, oder sie bekommen Kinder und damit ein schlechtes Gewissen, ihnen nicht gerecht zu werden. Wie Frauen es drehen oder wenden, sie scheinen persönlich dafür verantwortlich zu sein, das Wohl von Kindern und Familie zu managen und in zunehmendem Maße die Sicherung der Renten und das soziale Zusammenleben in dieser Gesellschaft zu gewährleisten. Warum fragt zum Beispiel niemand, wie Männer Kinder und Beruf vereinbaren können?

Martina Puschke bezieht sich auf den Artikel "Das große Muttern" von Heide Oestreich. Erschienen am 8. März 2006 in der taz.
http://www.taz.de

Schlagwörter: Tagebuch

Über Martina Puschke

Seit vielen Jahren frauenpolitisch engagiert und in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung behinderter Menschen aktiv.


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