Festivalprogramm in Marburg
Donnerstag, 14.02.08
19:30 Uhr
Menschen, Träume, Taten
Ort: Kino im Café Trauma
Lokaler Filmpartner:
BUND Marburg
Diskussionsteilnehmer: Andi Stiglmayr, Regisseur des Films
Zum Film:
43 Frauen, 35 Männer und 33 Kinder haben sich den Traum vom selbstbestimmten Leben erfüllt: Seit zehn Jahren leben sie zusammen im Ökodorf »Sieben Linden«. Ihr Gesellschaftsentwurf basiert auf genossenschaftlichem Eigentum, Mitbestimmungsrecht, Gemeinschaftskultur und Selbstversorgung. Ohne die Probleme einer Großkommune auszusparen, zeigt Andreas Stiglmayr, wie Utopie ganz konkret gelebt werden kann.
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19:00 Uhr | Eröffnung
19:10 Uhr | Einführungsvortrag: „Utopische Energien sozialer Bewegungen” von Ingrid Kurz-Scherf, Politikwissenschaftlerin
Freitag, 15.02.08
19:00 Uhr
Verschwörung der Herzen
Ort: Kino im Café Trauma
Lokale Filmpartner:
Lebenshilfe Marburg, Verein zur Förderung der Integration Behinderter e.V. (fib)
Diskussionsteilnehmer: Lebenshilfe | lokale PressevertreterInnen | fib e.V.
Zum Film:
Kåre Morten und Per, zwei Freunde mit Down-Syndrom, führen im norwegischen Bergen ein ganz normales Leben, bis Kåre Morten sich in Maybritt verliebt. Zwischen Herzklopfen, Liebesbriefen und einer skeptischen Mutter lernt er, mit seinen Gefühlen umzugehen und vor Problemen nicht wegzulaufen. Eine anrührende Geschichte über drei Menschen, die eine ganz konkrete Utopie erlebbar machen: ein selbstbestimmtes Leben inmitten der Gesellschaft.
21:00 Uhr
Lip oder die Macht der Phantasie
Ort: Kino im Café Trauma
Lokale Filmpartner:
Attac Marburg, Suchthilfe Fleckenbühl
Diskussionsteilnehmer: Attac Marburg | Andre Kegel und Jens Müller, „Strike Bike“ Nordhausen
Zum Film:
1973 beginnt in der französischen Stadt Besançon ein soziales Experiment: Weil die Arbeiter der Uhrenfabrik Lip um ihre Arbeitsplätze fürchten, besetzen sie ihre Fabrik und übernehmen die Uhrenproduktion in Eigenregie. Zwei Jahre lang gelingt es ihnen, die Produktion weiterzuführen, Konzepte selbstbestimmter und gleichberechtigter Arbeit zu erproben und Entlassungen zu verhindern, bis die Fabrik 1975 zerschlagen wird.
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Thema des Gesprächs: „Möglichkeiten und Probleme selbstverwalteter Produktion und der Einfluss gesellschaftlicher Rahmenbedingungen”
Samstag, 16.02.08
16:00 Uhr
Der Duft des Paradieses
Ort: Kino im Café Trauma
Zum Film:
Der Kampf für eine vom Islam dominierte Gesellschaft ist eine der mächtigsten »Utopien« unserer Zeit - ob uns das gefällt oder nicht. Was bringt Menschen dazu, ihr Leben für eine Religion zu opfern? Auf einer Reise durch die Brennpunkte des politischen Islam von Tschetschenien bis Afghanistan führt der »Duft des Paradieses« in eine fremde Welt, in der Religion und Politik unheilvolle Allianzen eingehen.
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Einführungsvortrag: N.N.
18:00 Uhr
Jesus Camp
Ort: Kino im Café Trauma
Lokale Filmpartner:
Kinderschutzbund Marburg, Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst e.V. (REMID)
Diskussionsteilnehmer: Renate Oberlik, Kinderschutzbund Marburg | REMID
Zum Film:
Für Becky Fischer steht fest: »Demokratie und Freiheit zerstören sich selbst« Sie organisiert Sommercamps für Kinder evangelikaler Christen in den USA, in denen Fünf- bis Zwölfjährige mit suggestiven Methoden zur »Armee Gottes« herangezogen werden - Vorreiter einer künftigen politisch-religiösen Erneuerung der Vereinigten Staaten. Der oscar nominierte Film zeigt ein martialisches Christentum, das die Frage aufwirft, welchen Platz darin Andersdenkende haben.
Ergänzende Informationen
20:00 Uhr | Podiumsdiskussion | Thema: „Grenzen der Toleranz – religiöse Freiheit als Herausforderung an die Demokratie“
22:00 Uhr
The Wild Blue Yonder
Ort: Kino im Café Trauma
Diskussionsteilnehmer: Mathias Gutman, Philosoph
Zum Film:
Filmemacher Werner Herzog erzählt in »The Wild Blue Yonder« die Geschichte zweier hoffnungsloser Begegnungen mit der jeweils anderen Art. Zwischen verlorenen Aliens, im All treibenden Astronauten und Astrophysikern, die über interplanetarische Super-Highways spekulieren, entdeckt er die gefährdete Schönheit des Planeten Erde: Warum in ferne Galaxien streben, wenn es auf dem eigenen Planeten einiges zu tun gibt?
Ergänzende Informationen
Einführungsvortrag: „Bilder der Wirklichkeit? – Dokumentarfilm als Utopie“ von Matthias Steinle, Medienwissenschaftler
Sonntag, 17.02.08
10:00 Uhr
Stromwechselfrühstück – warum nicht jeder Ökostrom öko ist
Ort: BaariBar im g-werk e.V.
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Informationsveranstaltung von Greenpeace Marburg
16:00 Uhr
I Broke my Future - Paradies Europa
Ort: Kino im Café Trauma
Lokaler Filmpartner:
amnesty international
Diskussionsteilnehmer: amnesty international Marburg | Carla Gunnesch, Regisseurin des Films
Zum Film:
Demokratie, soziale Versorgung, Wohlstand - was für uns Selbstverständlichkeiten sind, klingt für viele Menschen außerhalb der »Festung Europa« wie das leibhaftige Paradies. Hunderttausende versuchen jedes Jahr, als Asylbewerber oder Illegale die Grenzen zur EU zu überwinden. Die Dokumentation begleitet vier junge Afrikaner in Berlin, deren Träume längst zerbrochen sind. Ihr Alltag besteht aus Angst vor Kontrollen, Ausbeutung als illegale Arbeitskraft und der schwindenden Hoffnung auf eine Lebensperspektive.
Ergänzende Informationen
15:00 Uhr | Vortrag zum Thema „Abschiebungen“ von Frank Gockel, Verein „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren“ (angefragt)
18:30 Uhr
Unser Planet
Ort: Kino im Café Trauma
Lokaler Filmpartner:
Greenpeace Marburg
Diskussionsteilnehmer: Greenpeace Marburg
Zum Film:
Bis 2010 werden sieben Milliarden Menschen die Erde bevölkern, 2050 sollen es neun Milliarden sein. Sie alle auf dem Niveau der westlichen Industrieländer zu versorgen, würde die Ressourcen von fünf Planeten erfordern. Müssen wir radikale Abstriche an unserem Lebensstandard vornehmen, um das Überleben aller zu sichern? Ist die Menschheit zu einem Kurswechsel überhaupt fähig?
21:00 Uhr
A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm
Ort: Kino im Café Trauma
Lokaler Filmpartner:
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung
Zum Film:
Undercover-Ermittler Fred erhält den Auftrag, einen gewissen Bob Arctor zu observieren - der niemand anderes ist als er selbst. Richard Linklater verfilmt den legendären Roman von Kultautor Philip K. Dick mit Stars wie Winona Ryder, Keanu Reeves, Robert Downey Jr. und Woody Harrelson, doch mit der Technik eines Animationsfilms. In überwältigender visueller Ästhetik zeichnet er das düstere Bild eines paranoiden Überwachungsstaates mit Parallelen zum gegenwärtigen »Krieg gegen den Terror«.
Ergänzende Informationen
Einführungsvortrag: „Veränderungen in der Sicherheitsgesetzgebung & deren Auswirkungen auf die Gesellschaft“ von Ricardo Cristof Remmert-Fontes, Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung




